HoLEP Prostata-Lasertherapie

HoLEP – Holmium Laser Enukleation der Prostata

Die Lasertherapie der Prostata ist mittlerweile die schonendste Art und Weise, eine gutartige Prostatavergrößerung zu operieren. Die Vorteile für den Patienten liegen insbesondere im höheren postoperativen Komfort und dem niedrigeren Blutverlust bei der Durchführung. Die moderne Lasertherapie hat aus diesen Gründen die offene Operation (Adenomektomie) und sehr wahrscheinlich bald auch die konventionelle Hobelung (TUR-Prostata, TUR-P) abgelöst, die dann nur noch in wenigen Fällen angezeigt sein wird.

Bei der Lasertherapie hat die endoskopische Ausschälungsbehandlung (Enukleation) im Vergleich zur Vaporisation (Gewebeverdampfung) den Vorteil, dass das entnommene Gewebe histologisch (feingeweblich) untersucht wird. Auch größere Prostatadrüsen können mit diesem Verfahren ohne den früher notwendigen Bauchschnitt problemlos endoskopisch durch die Harnröhre behandelt werden.

In unserer Belegabteilung der SUAVIA Stiftungsklinik Weißenhorn wird diese Operationstechnik seit Juli 2007 durchgeführt. Damit sind wir eine der ersten Kliniken, an denen diese Therapie mit über 3500 erfolgreichen Eingriffen zur klinischen Routine gehört. Die Operation dauert etwas länger als eine konventionelle Operation, ist jedoch schonender für den Patienten.

Dieses Verfahren ist deshalb blutarm weil jede auftretende Blutung während der Operation sofort erkannt und umgehend gestillt werden kann. Die Operation ist schonend, weil die Schicht in der das Adenom aus der Prostatakapsel gelöst wird, nicht künstlich eingeschnitten wird, sondern diese Schicht sowieso erkennbar existiert und das Gewebe quasi nur abgeschoben wird. Die Eindringtiefe des Laserlichts ins Gewebe und damit die physikalische Wirkung beträgt nur 0,1 mm, gerade deshalb ist damit ein besonders umgebungsschonendes Operieren möglich, was sich gerade durch die bei diesem Verfahren geringstmögliche Beeinträchtigung der Erektion zeigt.

Nach der Operation erfolgt zunächst eine Überwachung im Aufwachraum. Anschließend kommt der Patient zurück auf die Urologische Station. Die stationäre Aufenthaltsdauer liegt meist unter einer Woche. Eine anschließende vierwöchige Schonung zu Hause ist in jedem Fall angeraten.

Bei weitergehendem Interesse siehe: Ausführliche OP-Informationen zur Prostata-Laser-Therapie HoLEP

Ausführliche Informationen zum Ablauf der Operation: Lasertherapie der Prostata (HoLEP – Holmium Laser Enukleation der Prostata)

Die Lasertherapie der Prostata ist mittlerweile die schonendste Art und Weise, eine gutartige Prostatavergrößerung zu operieren. Die Vorteile für den Patienten liegen insbesondere im höheren postoperativen Komfort und dem niedrigeren Blutverlust bei der Durchführung. Die moderne Lasertherapie hat aus diesen Gründen die offene Operation (Adenomektomie) und sehr wahrscheinlich bald auch die konventionelle Hobelung (TUR-Prostata, TUR-P) abgelöst, die dann nur noch in wenigen Fällen angezeigt sein wird.

Bei der Lasertherapie hat die endoskopische Ausschälungsbehandlung (Enukleation) im Vergleich zur Vaporisation (Gewebeverdampfung) den Vorteil, dass das entnommene Gewebe histologisch untersucht wird. Auch größere Prostata-Drüsen können mit diesem Verfahren ohne den früher notwendigen Bauchschnitt problemlos endoskopisch durch die Harnröhre behandelt werden.

In unserer Belegabteilung der Stiftungklinik Weißenhorn wird diese Operationstechnik durchgeführt. Damit sind wir eine der ersten Kliniken (zunächst am Standort Illertissen, dann in SUAVIA Stiftungsklinik Weißenhorn), an denen diese Therapie durch einen Operateur mit deutlich über 3500 erfolgreichen Eingriffen, zur klinischen Routine gehört. Die Operation dauert etwas länger als eine konventionelle Operation, ist jedoch schonender für den Patienten.

Das Verfahren ist deshalb blutarm, weil jede auftretende Blutung während der Operation sofort erkannt und umgehend gestillt wird. Die  Operation ist darüber hinaus schonend, weil die Schicht, in der das Adenom aus der Prostatakapsel gelöst wird, nicht künstlich eingeschnitten wird, sondern diese Schicht sowieso erkennbar existiert und das Gewebe quasi nur abgeschoben wird. Die Eindringtiefe des Laserlichts ins Gewebe und damit die physikalische Wirkung beträgt nur 0,1 mm. Gerade deshalb ist damit ein besonders umgebungsschonendes Operieren möglich.

Ablauf der Operation

Der Laserstrahl wird über eine flexible Faser mit dem OP-Endoskop durch die Harnröhre in den Körper eingeführt. Dort ist unter permanenter endoskopischer Sicht (über eine Videoeinheit auf einen Monitor übertragen) ein kontrollierte Anwendung der Laserimpulse möglich. Wird die Lichtfaser direkt auf das Gewebe aufgesetzt, ermöglicht dies präzise Schnitte von 0,1mm Tiefe. Beträgt der Abstand zum Gewebe etwa 2 mm können eventuell auftretende Blutungen mithilfe des Laserlichts gestillt (koaguliert) werden. Ab einem Abstand zum Gewebe von ca. 5 mm wird das Laserlicht vom kontinuierlich durch das OP-Endoskop fließenden (Spül-)Flüssigkeit absorbiert und in eine Druckblase umgewandelt. Mit dieser sogenannten Plasmablase (oder Cavitationsblase) kann weiches, elastisches Gewebe, auch Adenom bzw. gutartiges Prostatagewebe genannt, vom strafferen Gewebe der Kapsel der Prostata abgeschoben  werden. Dieser Vorgang wird somit als Enukleation bezeichnet.

Die Operation läuft dabei in folgenden schematischen Schritten ab:

  • Zuerst werden mit zwei Kerben (Längs-Inzisionen) die Seitenlappen von dem Mittellappen bis zur Kapselschicht getrennt.
  • Durch Verbinden dieser beiden Kerben auf Kapselniveau wird der Mittellappen ausgeschält (enukleiert) und in die Blase abgelegt. Lediglich der Samenhügel, die Einmündung der Samenwege in die Prostata, wird regelmäßig erhalten.
  • Anschließend werden, nach Spaltung der beiden Seitenlappen vorne bis zur Kapsel, nacheinander die beiden Seitenlappen unter permanenter Sichtkontrolle, zunächst vom Schließmuskel und dann von der Kapsel abgelöst und ebenfalls, vorübergehend, in der Blase abgelegt.
  • Nach Auslösung des Gewebes aus der Kapsel, befindet sich das Gewebe (Enukleat) in der Blase und kann dort mit einem speziellen Instrument (dem Morcellator) zerkleinert und abgesaugt werden.
  • Am Ende erfolgt eine abschließende Kontrolle der Loge. So nennt man die nun leere Prostatakapsel. Eventuell wird noch eine zusätzliche Blutstillung durchgeführt. Abschließend wird ein Spülkatheter durch die Harnröhre in die Blase eingeführt. Die Narkose wird beendet und der Patient kommt in den Aufwachraum zur unmittelbaren postoperativen Überwachung.

Nach dem Eingriff

Nach etwa ein bis zwei Stunden kommt der Patient zurück auf die Urologische Station des Krankenhauses und sollte dann bis zum Morgen des zweiten bis vierten Tages möglichst ruhig liegen bleiben. Dies ist der wichtigste Beitrag des Patienten zu einem guten Gelingen des Eingriffes. Die Spülung wird kontinuierlich bis zur Katheterentfernung durchgeführt und der Patient von erfahrenem Personal überwacht und betreut.

Der Katheter liegt üblicherweise bis zum Morgen des zweiten Tages nach der Operation. Sobald das Wasserlassen wieder in Gang kommt muss der Patient dies sorgfältig protokollieren (Uhrzeit des Wasserlassens und Menge). Der Urin ist anfangs gelegentlich noch etwas blutig. Daher ist eine ausreichend hohe und großzügige Flüssigkeitszufuhr wichtig. Der Patient sollte viel trinken und auf diese Weise eine innere Spülung gewährleisten. Bei regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen werden die Prostataloge, die Blasenentleerung und Nieren kontrolliert.

Die stationäre Aufenthaltsdauer beträgt (meist) unter einer Woche, eine anschließende vierwöchige Schonung zu Hause ist in jedem Falle angeraten. Eine ausreichende Trinkmenge hilft eine Ausscheidung von mindestens 2 Litern zu gewährleisten . Die erste ambulante Kontrolle nach der Operation wird üblicherweise ca. 6 Wochen nach der Entlassung eingeplant. Sollten Beschwerden beim Patienten auftreten, selbstverständlich früher. Beckenbodengymnastik hilft durch eine verbesserte Durchblutung bei der Heilung der inneren Wunde. Eine Anleitung dazu erhalten unsere Patienten natürlich von uns, bereits vor der Operation.

Wenn bei einer gutartigen Veränderung der Prostata in Verbindung mit gestörter Miktion (Wasser lassen), einer rezidivierenden (chronischen) Entzündung der Prostata oder einer Harnverhaltung die Indikation zu einem operativen Eingriff gestellt wird, spielt die Größe der Prostata bei dieser Entscheidung meist eine untergeordnete Rolle. Die OP-Empfehlung erfolgt dabei korrekterweise erst nach nach Versagen oder Ausreizung aller konservativen Therapieverfahren.

Bislang spielte das Volumen der Prostata jedoch eine wichtige Rolle in der Entscheidung für ein bestimmtes operatives Verfahren. Bei größeren Prostata-Drüsen (über 80-100ml) und beim Vorliegen von Blasensteinen wurde ein offener Eingriff gegenüber der endoskopischen TUR-Prostata als lange praktiziertem Standardeingriff bzw. der Greenlight-Laservaporisation bevorzugt.

Die Offene Adenomektomie (Schnittoperation) fand bislang nur bei großen Drüsen Anwendung. Nachteile dieses Verfahrens sind ein möglicher Blutverlust während der Operation sowie das mit dem Bauchschnitt verbundene Risiko einer Wundheilungsstörung. Die postoperative Katheterverweilzeit ist ungleich länger (meist um 7 Tage) als bei endoskopischen Verfahren, da man das stabile Abheilen der Blasennaht abwarten muss. Ein Vorteil dieses Verfahrens ist die Möglichkeit zur Gewebeuntersuchung (Histologie).

Die TUR -Prostata (TUR-P) oder auch Hobelung der Prostata ist das bislang als Goldstandard geltende Verfahren und wurde meist bei kleineren Drüsen angewendet. Ein Nachteil dieser Operation ist, dass es während der OP gelegentlich zu starken Blutungen kommt. Die entnommenen Gewebespäne werden ebenfalls histologisch untersucht.

Beim Greenlight-Laserverfahren wird das Gewebe verdampft (vaporisiert) und kann deshalb nicht mehr histologisch untersucht werden. Die Methode eignet sich nicht für große Prostata-Drüsen und unabhängig von der Größe der Prostata wird häufiger (bei ca. einem Drittel der Patienten), als bei den alternativen Verfahren die Folgeerscheinung einer auffälligen Reiz- oder Drangsymptomatik im postoperativen Verlauf beobachtet. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass ebenfalls keine Blutungsgefahr besteht.

Bei der HoLEP-Methode spielt die Größe der Drüse keine entscheidende Rolle mehr. Insbesondere bei größeren Drüsen liegen die Vorteile dieser Methode klar auf der Hand. Verglichen mit einem offenen Eingriff ist hier mit einer bedeutend schnelleren Rekonvaleszenz und Heilung zu rechnen. Der Katheter braucht regelmäßig nur 2 Nächte verbleiben. Der stationäre Aufenthalt liegt dabei regelmäßig unter einer Woche.

Die Laserenukleationsverfahren HoLEP (gepulsten Holmiumlasers) vereingt als endoskopisch und minimalinvasiv durchführbares Verfahren alle Vorteile der oben genannten Alternativen und hinterlässt keine sichtbaren Narben. Darüber hinaus blutet es normalerweise so gut wie nicht. Das entnommene Gewebe kann untersucht werden und es wird eine Histologie (Gewebeuntersuchung) erstellt. Die kürzere Katheterverweildauer ist ebenfalls ein unschlagbares Argument, diese neuen Verfahren zu bevorzugen.

Bitte stellen Sie sicher, dass folgende Punkte vor Ihrem Termin geklärt sind und bringen Sie die entsprechenden Unterlagen mit (zusätzlich wäre es hilfreich, wenn ihr Urologe/ihre Urologin das hier zum Download bereitgestellte OP-Anmeldeformular und die aufgeführten Unterlagen vorab an uns senden würde, dann können wir uns schon optimal aus Sie persönlich vorbereiten.):

Aktuelle Medikamentenliste

  • Werden blutverdünnende Medikamente eingenommen?
  • Werden Diabetesmedikamente eingenommen?
  • Bitte eine vollständige und aktuelle Übersicht aller Medikamente (inklusive Dosierung) mitbringen.

Vorliegende Befunde und Untersuchungsberichte

Falls vorhanden, bringen Sie bitte aktuelle medizinische Unterlagen mit, insbesondere Berichte von:
Diese Dokumente sind für eine sichere präoperative Einschätzung erforderlich.

  • Kardiologen
  • Internisten
  • Neurologen

Schlafapnoe

  • Liegt eine diagnostizierte Schlafapnoe vor?
  • Falls ja, bitte relevante Unterlagen oder vorhandene Therapieangaben mitbringen.
 

Allergien

  • Bestehen bekannte Allergien, insbesondere gegen Medikamente, Kontrastmittel, Latex oder Pflaster?
 

Überweisung und Ansprechpartner

  • Überweisung des Hausarztes oder des Urologen und Kontaktdaten des Hausarztes und des Urologen (Adresse, Telefon- und Faxnummer)